Münzen

Die Münzsammlung des Domschatzes birgt insgesamt 328 Münzen, Medaillen und Wasserzeichen Halberstädter Herkunft. Damit bietet sie einen fast vollständigen Überblick zur Halberstädter Münzgeschichte seit dem Mittelalter. Halberstadt erhielt im Jahre 989 unter Bischof Hildeward durch König Otto III. das Markt-, Münz- und Zollrecht. Mit erstaunlichem Typenreichtum ließen die Bischöfe, das Domkapitel und die Stadt bis ins 17. Jahrhundert Münzen für das Bistum Halberstadt prägen.

Neben einzigartigen Stücken sind insbesondere die vom sogenannten „Halberstädter Brakteatenmeister“ stammenden Münzen der Sammlung von hohem technischen und künstlerischen Wert. So zeigt der unter Bischof Gero (1160-1177) geprägte „Stephanuspfennig“ den Leib des Dompatrons im Grab liegend, während zugleich seine Seele begleitet von zwei Engeln in den Himmel geleitet wird.

Die Sammlung umfasst darüber hinaus Münzen aus der Zeit nach der Reformation und nach dem Anschluss des Halberstädter Bistums an das Fürstentum Brandenburg sowie neuzeitliche Medaillen auf Halberstädter Persönlichkeiten und Ereignisse.